„Der Kreierende und das Kreierte, der Künstler und sein Werk, sind ein und dasselbe.“
 Curt Sachs, Musikwissenschaftler

Kreativitäts- und persönliche Entwicklungsprozesse
Kreativität (lateinisch Ausdruck creare= erschaffen) bezeichnet die Fähigkeit, Neues zu erfinden, bereits Bekanntes in einen neuen Zusammenhang zu stellen und von Routine und eingespielten Denk- und Verhaltensweisen abzuweichen. Kreativitäts-, Lern- und persönliche Entwicklungsprozesse haben Gemeinsamkeiten:
Sie finden alle an dieser Grenze zum Neuen, noch Unbekannten statt. Ob wir vertraute Wege verlassen müssen, um eine Lebenskrise zu meistern oder ob wir als Künstlerin oder Künstler unsere Kreativität anpirschen, spielt dabei keine Rolle.

Prozessarbeit oder: Ein Lob dem „Fehler“
Die Grundhaltung der Prozessarbeit erlaubt, gerade problematische Aspekte des Lebens oder „Fehler“ willkommen zu heissen, sie als Rohmaterial zu erkunden und schliesslich – ähnlich wie in der Homöopathie – für Wandlungsprozesse zu nutzen.
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Inneres Theater und Selbstkritik
Jeder Mensch hat andere Grenzen, je nach Herkunft oder Erziehung etc. Möglicherweise haben wir verlernt zu spielen, zu experimentieren... hohe Ansprüche und daraus resultierende Selbstkritik machen uns zu schaffen und blockieren uns. Meinungen, Konzepte, äussere und innere Ansprüche – kurz: Unser ganzes „inneres Theater“ mit seinen verschiedenen Protagonisten taucht auf. Gelingt es, die verschiedenen Aspekte zu sortieren, sie miteinander in Beziehung zu bringen, zu würdigen, können diese Energien umgenutzt und recycelt werden, um endlich – am geeigneten Ort – ihre Wirkung zu entfalten.
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